Reiseplanung/Gründe für das Reisen

Auf den ersten Blick scheint die Frage nach dem „Warum?“ nicht wirklich interessant zu sein – und ich vermute, meistens wird man sich diese Frage im Rahmen einer Reiseplanung nicht aus dieser Perspektive stellen. Um der Reiseplanung mehr Bedeutung als nur Häkchen im beruflichen Terminkalender zu geben, lohnt es sich, die Motive genauer zu durchleuchten.

Gründe vielfältig und komplex

Auch wenn wir uns nicht hinterfragen, finden in uns Analyse-, Bewertungs- und Entscheidungsprozesse statt, die uns zu einem bestimmten Handeln bringen. Nehmen wir uns also vor, auch zum vierten mal in Folge in den Sommerferien nach Italien zu fahren, haben wir dafür „triftige“ Gründe. Die Gründe könnten sein, dass nur in den Sommerferien alle Familienmitglieder Zeit dafür haben. Italien zum vierten Mal wegen dem Wetter, dem Essen und weiteren positiven Erlebnissen, welche man wiedererleben möchte. So gibt es auch eine Ursache dafür, dass der Urlaub mit dem Auto stattfindet und nicht per Flugzeug.

Jeder hat einen anderen Grund

Das obige Beispiel trifft wahrscheinlich auf eine „klassische“ Familie zu. In dieser Konstellation gibt es mindestens 3 unterschiedliche Herangehensweisen und Gründe für die Reise. Anders gesagt, es gibt Gründe für die Gründe.

Familienstand, Alter und Lebensumstände

Ein Vater oder eine Mutter haben nicht nur persönliche Gründe für den Urlaub, sondern müssen (wollen) auch den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden. Im Idealfall werden die Wünsche und Ideen aller Familienmitglieder berücksichtigt.

Klar ist auch, dass das Lebensalter und die Lebenserfahrung die Motive beeinflusst und dafür sorgt, dass sich diese verändern bzw. den Lebensumständen anpassen.

Persönlichkeitseigenschaften

Unsere Persönlichkeitseigenschaften beeinflussen unsere Bewertungen und Erwartungen an Ereignisse. Eine introvertiertere Persönlichkeit hat ganz andere Ansprüche an eine Reise als eine extravertierte Persönlichkeit.

Privates oder berufliches Reisen (Pflicht oder freiwillig)

Ein Grund, der auch gleichzeitig Motivation ist: beruflich bedingte Reisen. Der Eine mag es und will am Besten schon morgen abreisen – der Andere sucht bereits nach der Möglichkeit, darauf zu verzichten. Interessant ist aber dabei, dass es nicht an der Reise selbst liegt, sondern daran, ob wir selbst möchten oder gezwungen werden.

Alles nur statisch betrachtet

Alle Beispiele sind nichts anderes als… Beispiele. Bei den obigen Betrachtungen darf man nicht vergessen, dass Gründe und Entscheidungen irrational sind und damit auch manchmal überprüft werden sollten. Ähnlich verhält es sich mit unseren Persönlichkeitseigenschaften. Vielleicht möchte jemand, der introvertiert ist, gerade neue Menschen kennenlernen? Der extravertierte, gerade mehr Zeit mit sich selbst verbringen? Diese Betrachtung macht das Ganze ziemlich spannend und den Beitrag nicht abschließend.

Fortsetzung

Nachdem ich nun meine Gedanken geäußert habe, wie zunächst die Gründe entstehen können, freue ich mich auf den zweiten Teil der Reihe. Darin gehe ich ausschließlich (logischerweise) auf die Gründe für das Reisen ein und trage hoffentlich meinen Teil dazu bei, den einen oder anderen für das Reisen noch in diesem Jahr zu begeistern.

Bildquellen

Foto von Annie Spratt auf Unsplash